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Keine Schneeflocke in der Lawine fühlt sich verantwortlich. (Stanislaw Jerzy Lec)

Viele Menschen mit Hoffnungen für eine bessere Klimapolitik, aber auch viele Menschen, die das amüsiert verfolgen und in keiner Weise an Klimaveränderungen glauben oder daran, dass wir etwas ändern könnten.
Demonstrationen mit Tausenden, die Forderungen nach massiven Änderungen durch die Politik aufstellen für mehr Umweltschutz und den Erhalt unseres Lebens.

Und viel Kritik, dass die beteiligten Staaten
- Umweltschutz als zu teuer einstufen
- für erklärte Ziele viel zu viel Zeit geben
- Maßnahmen diskutieren und beschliessen, die überhaupt nicht ausreichend sind
- leere Versprechungen machen
- als privilegierte Länder nicht bereit sind, zugunsten unserer aller Welt auf ihren Komfortstatus zu verzichten
- erstmal Schritte bei anderen sehen wollen, bevor sie selbst handeln

Sorry für klare Worte meinerseits, aber bitte fasst euch auch alle an die eigene Nase, wenn ihr andere anklagt.

Ich nehme die Politik in keiner Weise in Schutz, denn sie kann selbstverständlich spontan mehr steuern als jeder Einzelne und sollte das dringend tun. Aber jeder Einzelne ist nur dann glaubwürdig, wenn er selbst das tut, was er ‚von oben‘ erwartet.

Zu viele sind laut in der Kritik, aber ganz leise im eigenen Verhalten.

Aufschrei gegen Kükenschreddern, aber weiter billige Eier kaufen. Entrüstung über Pestizide in der Landwirtschaft, aber Unkraut auf dem eigenen Grundstück wegspritzen. Forderung nach Lösungen gegen die Vermüllung der Erde, aber den gewohnten Konsum bitte nicht einschränken.

Das beste (Selbstschutz-)Argument ist dabei immer, dass man nicht anders könne.

Das sagt übrigens die Politik auch…

Jemand möchte sich eine Kaffeemaschine für 100,- Euro kaufen. Die Person geht zur Bank, hebt vom Konto, auf dem sich 2000,- Euro befinden, 500,- Euro ab.
Kauft sich die Kaffeemaschine und schmeisst 400,- Euro in den Mülleimer, weil sie nicht für den Kauf gebraucht werden…

Absurd? Ja, genau.
Warum verhalten sich die allermeisten Menschen dann aber jeden Tag genau so?
Im kleinen wie im großen…

Da gibt es Menschen, die sich sonntags für zwei Personen eine große Tüte Brötchen holen, um eine schöne Auswahl zu haben und nach dem Frühstück viele Brötchen wegwerfen...

Jeden Tag werden nicht benötigte Mengen in Supermärkten gekauft, weil die Verpackungsgrößen kritiklos akzeptiert werden (ich brauche nur 1 Paprika, aber wenn es sie nur in 3-er Packs gibt, nehme ich halt die…).
Kleidung nicht nach Verbrauch, sondern nach der neuesten Mode. Online bestellt und dann in 3 Größen zum Anprobieren (die mir nicht passen oder gefallen, schicke ich halt zurück...). Den wenigsten ist klar, dass die meiste zurückgesandte Ware 'entsorgt' wird.
Handy noch voll funktionstüchtig - egal, viele 'brauchen' das jährlich neueste Modell.

In den meisten Läden wird ein Überangebot ständig aufrecht erhalten und dadurch viele Lebensmittel weggeworfen (der Kunde muss aber doch ständig die volle Auswahl haben…).
Der Großteil von Waren mit abgelaufenem MHD wird vernichtet, obwohl all diese Lebensmittel noch voll in Ordnung sind.

Die Industrie produziert in den meisten Bereichen entsprechend ständig weit über Bedarf.
Waren werden in viel zu viel Verpackung gesteckt und allein für die Werbung ein gigantischer Aufwand betrieben, um eigene Produkte gegen die Konkurrenz abzuheben und den Kunden zu Mehrkäufen zu bewegen.

Für all diese Konsumgüter werden Ressourcen benötigt, von denen rund um die Uhr viel zu viele verbraucht werden.
In Europa ist die Entrüstung groß über die Abholzung der Regenwälder, gegen den massiven Über-Verbrauch von Holz wird jedoch nichts getan. Gigantische Verpackungsmengen aus Pappe und Papier, sinnlose Papierverbräuche für bürokratische Druckvorgänge, Bau- und Möbelholz in unfassbaren Mengen uvm werden als selbstverständlich hingenommen. Neben dem direkten Holzverbrauch kommt in großem Maß Abholzung dazu, die nur dazu dient, Anbauflächen für Tierfutter zu erschliessen - für einen vollkommen überdimensionierten Fleischkonsum.
Holz ist nur ein Beispiel, man kann beliebig viele andere Ressourcen aufführen...

Tja, und da sind wir bei unserem Konto aus dem Eingangsbeispiel: wie lange dauert es mit solchem Verhalten wohl, bis das Konto leer ist?

Kindern kann man immer wieder sagen: Fass nicht auf die Herdplatte, sie ist heiß.
99% glauben das aber erst, wenn sie sich selbst die Finger verbrannt haben.

Müssen wir uns tatsächlich auch alle ‚die Finger verbrennen‘ und erst begreifen, dass unsere Erd-Ressourcen nicht unerschöpflich sind, wenn sie verschwunden sind?

4 Jahre KernIdee und 4 Jahre tolle Events neben dem Ladenalltag...
... und nun geht erstmal aufgrund der Corona-Einschränkungen (fast) nichts mehr.
Wir haben an so vielen Events teilgenommen - sei es die Landesgartenschau, die jährlichen Apfelfeste auf dem Vausshof, viele viele Vorträge und Führungen für Schulen, Organisationen und diverse Interessengruppen - das hat uns sehr viel Spaß gemacht!

Kuchen als Dankeschön
Danke-schön-Kuchen einer Schulklasse für uns


In 2020 nun fallen fast alle Veranstaltungen aus, Führungen machen wir aktuell aus Sicherheitsgründen selbstverständlich ebenfalls nicht.
Lediglich an wenigen Online-Veranstaltungen konnten wir dennoch teilnehmen - das war natürlich auch einmal eine neue Erfahrung - und unter strengen Rahmenbedingungen gab es einen Vortrag für den Rotary-Club Paderborn.
Hoffen wir, dass sich das in 2021 wieder ändert - nicht nur für uns, sondern vor allem für all die vielen schwer betroffenen Bereiche, die aktuell fast vollständig 'ausgebremst' sind... denn während es für uns lediglich den Ausfall schöner Events und toller Kontakte bedeutet, so hängt für andere aktuell deren vollständige Existenz daran.
Wir drücken allen Betroffenen ganz fest die Daumen und freuen uns auf ein Wiederaufleben vieler toller kultureller und Informations-Veranstaltungen!

Warum schreibt ihr nicht auf das Etikett, dass xy von Spielberger ist? Dann würden das doch mehr Leute kaufen...

Aussagen so oder ähnlich hören wir öfter.
Und werden auch weiterhin für die losen Lebensmittel bewusst keine Marken nennen.
KernIdee arbeitet z.T. mit bekannten Namen zusammen: Davert, Bohlsener Mühle, Spielberger, Rosengarten uvm. Aber auch mit kleinen Unternehmen, deren Namen kaum mal einer gehört hat.
Eines ist ihnen gemeinsam: KernIdee bezieht von ihnen qualitativ absolut hochwertige Produkte.

Hast du z.B. schon mal von Chiemgaukorn gehört? Nein?
Sie stellen ganz tolle Nudeln aus erstklassigen Zutaten her. Und unterstützen das Unverpackt-Prinzip.
Wir möchten nicht, dass Kaufentscheidungen 'markengesteuert' getroffen werden, sondern aufgrund der Beurteilung des Produkts selbst.
Du kannst es dir leisten, Produkte einfach mal zu probieren, denn:
du musst bei uns niemals gleich z.B. 500 g vorgepackt von einer Ware kaufen!
Wenn du etwas probieren möchtest, kaufst du einfach erstmal eine kleine Menge und probierst. Nun wirst du entscheiden, ob dir das Produkt gefällt und zwar wirklich das Produkt... fühlt es sich gut an, schmeckt es, tut es dir gut?
(Anmerkung:
- Allergene sind immer deutlich am Produkt ausgewiesen!
- Alle Inhaltsstoffe findest du bei uns gut lesbar in unserer Inhaltsstoffliste und nicht irgendwo winzig klein gedruckt!)

Markenvertrauen ist in vielen Fällen nur das Ergebnis geschickter Markenwerbung. Kleine Unternehmen ohne großen Namen haben es da sehr schwer - gerade diese überzeugen jedoch oft durch Spitzenqualität und ehrlich ökologisches Handeln! Und das unterstützen wir gerne!

In Deutschland werden jährlich weit über 18 Milliarden Eier verbraucht.
Um diesen Bedarf zu decken, werden riesige Legehennenbetriebe benötigt.

Im Laufe der letzten Jahre wurden immer wieder Missstände aufgedeckt, Stimmen laut dazu, grausame und/oder unhygienische Bedingungen zu ändern.
Es wird von Massen-Kükenschreddern berichtet, von unwürdigen Haltungsbedingungen, weitläufig verseuchten Landstrichen und und und. Das alles ändert aber nichts an dem Bedarf an Eiern - niemand bringt allerdings Lösungen auf den Tisch, die sowohl die Legeumstände grundlegend verbessern als auch den Bedarf sicher stellen...

Und nun haben wir wieder einen: SKANDAL

Dieses Mal im Zusammenhang mit der Reinigung. Fipronil ist das Schlagwort - Insektizid in Eiern. Massenvernichtung von Millionen von Eiern.

Der Mensch reagiert wie so oft an dem Punkt einer offensichtlichen Gesundheitsbedrohung. Und ziemlich sicher wird auch wie jedes Mal in kurzer Zeit wieder zur Tagesordnung übergegangen.

Hühner sind Gruppentiere. Kleingruppentiere mit einem sehr komplexen Sozialgefüge.
Hühner sind von Natur aus auf eingesperrtem Raum unglaubliche Dreckschleudern. Das ist kein Negativkennzeichen der Art an sich - das Hygieneverhalten von Hühnern ist eben passend für ihr Leben in freier Natur.
Hühner sind Allesfresser und sehr intensive Fresser. Sie fressen daher fast alles, was ihnen vorgesetzt wird. Vertragen tun sie es deshalb natürlich noch lange nicht unbedingt.

Fazit: 18 Milliarden Eier können nicht so produziert werden, dass wir von glücklichen Hühnern reden. Wie sind hoher Aufwand an Reinigung, Haltung und Fütterung vereinbar mit Billigpreisen von Eiern?

Denke daher vielleicht einmal nach, wenn du dir das nächste Mal einreden lässt, dass du etwas Besonderes bist, weil du es geschafft hast, Eier besonders 'günstig' zu bekommen und atme erst kurz durch, bevor du hochwertige Eier als zu teuer beschimpfst.

Wow - was für ein Wochenende!
Am 07.Mai Treffen in Köln mit über 60 Leuten aus  verschiedenen Unverpackt-Läden in Deutschland und Österreich. Neben einfach mal sich (wieder)sehen, Spaß haben und sich austauschen ging es ganz konkret darum, was wir tun können, um jeden einzelnen und die ganze Unverpackt- und ZeroWaste-Bewegung zu stärken.

Teamtreffen in Köln

Wir 'Unverpackten' wissen:

  • immer mehr Menschen wird bewusst, dass sich im Konsumverhalten und der weltweiten Müllproduktion ganz dringend etwas ändern muss. Viele möchten sich aktiv einbringen. Um überhaupt die Möglichkeiten des verpackungsfreien Einkauf nutzen zu können, müssen die Läden viel breiter bekannt gemacht werden. Nach wie vor wissen viele noch nicht einmal überhaupt davon. Über gemeinsame Aktionen und Auftritte arbeiten die Unverpackt-Läden zusammen an der Bekanntmachung der Geschäfte, die es inzwischen bereits in vielen Städten gibt.
  • je stärker und mehr die Unverpackt-Läden werden, desto stärker werden die Gegenaktionen anderer, die - nachdem die ersten Läden überhaupt nicht ernst genommen wurden - sich inzwischen durch die Bewegung bedroht fühlen. Diesem müssen sich die Unverpackt-Läden stellen und gewachsen sein...
  • über das Miteinander ergeben sich viele positive Synergieeffekte:  Verhandlungen mit Lieferanten sind einfacher, die Läden tauschen untereinander Erfahrungen und Wissen aus. Langfristiges Ziel ist auf jeden Fall z.B. der Ausbau der Sortimente: wenn Produzenten und Lieferanten erkennen, dass breiterer Bedarf an Produkten da ist, sind diese eher bereit, passende Produkte für unverpackte Systeme zu liefern...

Es war ein absolutes Powertreffen - kein Geplänkel, sondern absolut straffe, konstruktive Aufbauarbeit! Das Ergebnis: die Gründung einer Genossenschaft.
So können wir gemeinsam viel mehr erreichen und trotzdem behält jeder seine volle Eigenständigkeit und Individualität.
Denn eins gilt auf jeden Fall für alle Ladeninhaber gleich: hochmotivierter Einsatz auf ganzer Linie für nachhaltigen Konsum!

Am 19.11.2016 öffneten wir unsere Türen und arbeiten seitdem mit Hochdruck daran, Verpackungsmüll auf ganzer Linie zu vermeiden!
Wir - und damit meine ich EUCH als Kunden und uns als Ladenbetreiber - haben eine Menge geschafft! Es war schon nach einem Monat klar, dass wirklich sehr viel Müll gespart wird - zum Ende 2016 habe ich eine Bilanz erstellt, um herauszufinden, wie viel Verpackungsmüll denn nun eingespart wurde und wohin die Reise wohl geht...

Hier die Ergebnisse:
durch die Einkäufe konnten etwa 98,8 Kilo Verpackungen eingespart werden.
Wenn es genau so weiter gehen würde, könnten hochgerechnet etwa 1200 Kilo in einem Jahr eingespart werden, also über 1 Tonne!!!
Die Zahlen sind natürlich fiktiv und es kommt entscheidend auf die Kriterien an, nach denen diese Ergebnisse ermittelt wurden. Aus diesem Grund möchte ich genauer erklären, welche Annahmen ich für die Berechnung getroffen habe - so kann jeder für sich beurteilen, ob er meine Basis für realistisch hält oder es optimistischer oder pessimistischer sehen würde...
98,8 Kilo sind es, wenn ihr auch ohne diesen Laden
-  z.B. Getränke-Mehrwegflaschen statt Einweg gekauft hättet,
- alle Haushaltswaren unverpackt gekauft hättet,
- niemand eine Plastiktüte für das Tragen von Ware gekauft hätte
- Schokolade und andere Süßigkeiten nur wie Schokoladentafeln verpackt gewesen wären, also keine aufwändigen Pralinenschachteln usw

Außerdem habe ich nicht für jeden einzelnen Kauf immer eine Verpackung zugrunde gelegt, sondern bin für viele Artikel nach Gewicht gegangen. Was ist damit gemeint?
Beispiel:  es haben z.B. 5 Leute insgesamt 1 kg rote Linsen gekauft. Man könnte also annehmen, dass man 5 Packungen dafür berechnet, weil im konventionellen Handel jede der 5 Personen eine Packung a 500 g gekauft hätte.
Ich habe aber nur für je 500g eine Packung gerechnet, also zwei Verpackungen, weil ich für alle Produkte die Mengen einfach auf normale Gebindegrößen umgerechnet habe und die Anzahl der Käufer aussen vor gelassen habe.
Dabei sind dann z.B. folgende Größen eingeflossen, die sonst üblich sind:
- jeweils 200g Antipasti in einer Plastikbox
- jeweils 500g Ölsaaten, Getreide, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Cerealien usw in einer Plastikverpackung
- jeweils 10 Eier in einem Karton
- jeweils 100g Schoko in einer Tafelverpackung
- jeweils 200 g Erdnüsse, Knabbereien usw in einer Dose
- 1 Liter Milch im Tetrapack
usw

Dieses ist EURE Bilanz und ich finde, darauf kann jeder stolz sein, der dazu beigetragen hat!
Ich weiß, dass selbstverständlich auch sehr viele gerne wissen möchten, wie es denn aber um den Hintergrund bestellt ist, also unsere Einkaufsseite... daraus möchte ich ebenfalls kein Geheimnis machen:
wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr viel Engagement einsetze, um auch im Einkaufsprozess so viel Verpackungsmüll zu sparen wie möglich.
Es gelingt bisher aber nicht, alles vollständig plastikfrei zu bekommen. Im Zeitraum von der Eröffnung bis Ende des Jahres haben wir genau einen gelben Sack voll Plastikmüll gesammelt - auch wenn ich mir wünsche, selbst das noch vermeiden zu können, bin ich trotzdem stolz, es als Handelsbetrieb immerhin soweit geschafft zu haben!

Mal schauen, was wir 2017 bewirken können!!!

 

Zunächst einmal ganz herzlichen Dank für die vielen tollen und motivierenden Feedback-Einträge auf unserer ausgelegten Liste am Eröffnungstag!!!

Im Folgenden gibt es Antworten zu den Fragen und Anregungen, die auf dem Feedback-Bogen dabei waren:

Ich wünsche mir mehr Obst- und Gemüseauswahl, z.B. Pastinaken und Rote Beete

Das Angebot war zur Eröffnung umfangreich und sehr frisch, wird zunächst mal immer wieder ausgebaut und angepasst. Ich muss mal schauen, welche Produkte wirklich gefragt sind - rote Beete, Pastinaken, Auberginen, Avocado, Kiwi, Lauch, Zitronen waren diese Woche ab Montag mit dabei. Da mein Ziel aber auch an dieser Stelle weg von der Wegwerfgesellschaft führt, werde ich nicht ständig ALLES anbieten und dann wegschmeissen, was nicht gekauft wird - sind Produkte 'Ladenhüter', kann ich das Angebot somit nicht aufrecht halten. Hier werden wir erst Erfahrungswerte abwarten müssen.

Für das Leergewicht der Dosen sollte ein Folienstift verwendet werden statt Kreppband; es sollte außerdem ein Stift pro Regal vorhanden sein

Punkt 1 ist bereits der Fall. Als du den Wunsch geschrieben hast, hatte vermutlich jemand den Stift gerade für das Beschriften irgendwo anders in Verwendung... 😉

Wir werden einfach viel mehr Stifte auslegen, so dass überall welche eingesetzt werden können.

Bio-Kaffeebohnen als milde Sorte für die Handfilterung wären schön.

Die Sorte, die aktuell im Angebot ist, hat einen kräftigen Geschmack, ist aber sehr bekömmlich und säurearm. Sofern wir weitere schöne Sorten finden, stocken wir das Angebot gerne noch auf. Momentan gibt es Kaffee für die Filtermaschine, für Handfilterung und Espresso und alle drei weisen eine sehr hochwertige Qualität aus. Nicht ganz billig, aber schmecken toll, sind fair gehandelt und magenfreundlich...

Eine Mühle für Ölsaaten wäre toll

Kaffeemühle und Getreidemühle sind da - ob wir noch um eine Ölsaatenmühle erweitern, kann ich aktuell noch nicht sagen.
Die Getreidemühle hatte kleinere Startschwierigkeiten in der ersten Woche, läuft aber übrigens jetzt problemlos...

Produkterweiterungswünsche

Es gab bereits einige Erweiterungswünsche, die leider nicht alle erfüllbar sind.

Die ganze Unverpackt-Bewegung steckt noch in den Kinderschuhen, auch wenn die ersten Läden schon seit über zwei Jahren existieren. Zulieferer stellen sich erst nach und nach auf diesen neuen Bedarf um. Daher gibt es viele Produkte leider nach wie vor nicht so zu kaufen, wie wir es für das Unverpackt-System benötigen. Es gibt auch regionale Unterschiede (so kann man z.B. in München an Hafermilch in Pfandgläsern kommen, bei uns aber nicht... 🙁 ). Wir geben uns alle Mühe, so viele Dinge zu bekommen wie eben geht, aber es gibt leider auch Grenzen. Natürlich kaufe ich in diesen Fällen nicht einfach Kleinmengen und fülle sie um...das wäre ein totaler Prinzipienbruch!
Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Stracciatella-Joghurt wurden nicht rechtzeitig geliefert, stehen seit Mitte der ersten Woche aber nun zur Verfügung!

Wie, die Seifen sind doch in Plastik verpackt???

Nein, sind sie nicht. Das vermeintliche Plastik ist zu 100% biologisch abbaubarer Zellstoff. Meine sehr ökologisch eingestellte Seifenlieferantin hat dringend empfohlen, diese beizubehalten, um die Qualität und Aromen der Seifen zu erhalten...

Der Käse wird in Plastik angeboten?

Nein, auch hier ist keine 'normale' Frischhaltefolie im Spiel, sondern ebenfalls zu 100% biologisch abbaubare Folie. Diese liegt auch immer an der Theke aus, so dass sich jeder ein Bild des Materials machen kann.
Käse muss leider eingewickelt werden, da er sonst austrocknet. Eine Käseglocke bietet auch keine Lösung, da der Käse darunter schwitzt.

Vegane Lebensmittel extra kennzeichnen

Vegane und vegetarische Lebensmittel sind aktuell über die Inhaltsstoffe erkennbar. Damit die Suche erleichtert wird, werde ich eine Liste anfertigen, in der alle Artikel gelistet sind, die den Gruppen zu zuordnen sind. Die Schilder mit den Inhaltsstoffen, Allergenen etc können nach und nach ebenfalls um die Info erweitert werden.

Bitte gleiche Preise beim Müsli anbieten, damit man sie mischen kann

Dieser Wunsch kann leider nicht erfüllt werden (Warenwirtschaftsdurcheinander...). Mischen ist dennoch kein Problem: es stehen Edelstahl-Schüsseln zur Verfügung, die genau dafür gedacht sind: Basisprodukt in den Behälter füllen und über die Schüssel dann die weiteren Zutaten sammeln.

Essig und Öl bitte in Abzapfbehältern anbieten

Dieses System steckt noch in der Planung, weil noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde. Letztlich wird wohl ein Mischsystem aus abzapfbaren Artikeln und Produkten in Glasflaschen entstehen, da manche Sorten entweder gar nicht in z.B. Edelstahlbehältern zum Zapfen verkauft werden dürfen, Sorten nicht in Großmengen käuflich erhältlich sind oder Konsistenzprobleme auftreten können.

Am 19.11.fiel der Startschuss und wir öffneten um 10.00 Uhr.

Der Starttag war der Hammer - von der ersten bis zur letzten Minute war der Laden komplett voll. Die Stimmung war super, auch wenn von unserer Seite natürlich nicht alles rund lief 😉
An der Kasse entstanden kleinere Wartezeiten - ich hoffe, Frei-Kaffee, Getränke und Häppchen haben das ein wenig gut gemacht...
Einige Waren, die mir wichtig waren, wurden nicht rechtzeitig geliefert, andere waren in der Menge nicht korrekt geplant - so hatten wir z.B. viel zu viel Milch, aber zu wenig Zahnbürsten... naja, aller Anfang ist schwer und in Zukunft wird das schon alles rund werden 🙂

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Nach dem tollen Auftakt die spannende Frage: was passiert in der Folgewoche? Waren alle nur mal neugierig und das war's???

Nein, definitiv nicht! Ich freue mich unglaublich, dass wir die ganze Woche gut besucht waren und sehr viele Menschen Interesse an der neuen Idee haben und/oder gleich voll eingestiegen sind... gemeinsam können wir so ganz sicher viel gegen den Plastikmüll erreichen!!!

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Unsere Getreidemühle ist eingetroffen 🙂

Getreidemühle
Getreidemühle Waldner Silence

Die Getreidemühle steht im Laden kostenfrei zur Verfügung, um alle Sorten Getreide direkt vor Ort zu mahlen.
So kannst du frisches Mehl aus den Körnern mitnehmen und musst nicht auf fertig verarbeitete Ware ausweichen, nur weil du evtl. keine Mühle zu Hause hast.

Interessant also für jeden, der frisches Vollkornmehl verwenden möchte...zum (Brot) backen, für Frischkostzubereitungen, für Müsli, für Gesichtsmasken oder selbst hergestelltes Shampoo und und und...

Wenn du aber ganz einfach Mehl haben möchtest, bekommst du dieses selbstverständlich auch! 😉

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