4 Wochen ohne Plastikverpackungen – Ergebnisse

Am 19.11.2016 öffneten wir unsere Türen und arbeiten seitdem mit Hochdruck daran, Verpackungsmüll auf ganzer Linie zu vermeiden!
Wir - und damit meine ich EUCH als Kunden und uns als Ladenbetreiber - haben eine Menge geschafft! Es war schon nach einem Monat klar, dass wirklich sehr viel Müll gespart wird - zum Ende 2016 habe ich eine Bilanz erstellt, um herauszufinden, wie viel Verpackungsmüll denn nun eingespart wurde und wohin die Reise wohl geht...

Hier die Ergebnisse:
durch die Einkäufe konnten etwa 98,8 Kilo Verpackungen eingespart werden.
Wenn es genau so weiter gehen würde, könnten hochgerechnet etwa 1200 Kilo in einem Jahr eingespart werden, also über 1 Tonne!!!
Die Zahlen sind natürlich fiktiv und es kommt entscheidend auf die Kriterien an, nach denen diese Ergebnisse ermittelt wurden. Aus diesem Grund möchte ich genauer erklären, welche Annahmen ich für die Berechnung getroffen habe - so kann jeder für sich beurteilen, ob er meine Basis für realistisch hält oder es optimistischer oder pessimistischer sehen würde...
98,8 Kilo sind es, wenn ihr auch ohne diesen Laden
-  z.B. Getränke-Mehrwegflaschen statt Einweg gekauft hättet,
- alle Haushaltswaren unverpackt gekauft hättet,
- niemand eine Plastiktüte für das Tragen von Ware gekauft hätte
- Schokolade und andere Süßigkeiten nur wie Schokoladentafeln verpackt gewesen wären, also keine aufwändigen Pralinenschachteln usw

Außerdem habe ich nicht für jeden einzelnen Kauf immer eine Verpackung zugrunde gelegt, sondern bin für viele Artikel nach Gewicht gegangen. Was ist damit gemeint?
Beispiel:  es haben z.B. 5 Leute insgesamt 1 kg rote Linsen gekauft. Man könnte also annehmen, dass man 5 Packungen dafür berechnet, weil im konventionellen Handel jede der 5 Personen eine Packung a 500 g gekauft hätte.
Ich habe aber nur für je 500g eine Packung gerechnet, also zwei Verpackungen, weil ich für alle Produkte die Mengen einfach auf normale Gebindegrößen umgerechnet habe und die Anzahl der Käufer aussen vor gelassen habe.
Dabei sind dann z.B. folgende Größen eingeflossen, die sonst üblich sind:
- jeweils 200g Antipasti in einer Plastikbox
- jeweils 500g Ölsaaten, Getreide, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Cerealien usw in einer Plastikverpackung
- jeweils 10 Eier in einem Karton
- jeweils 100g Schoko in einer Tafelverpackung
- jeweils 200 g Erdnüsse, Knabbereien usw in einer Dose
- 1 Liter Milch im Tetrapack
usw

Dieses ist EURE Bilanz und ich finde, darauf kann jeder stolz sein, der dazu beigetragen hat!
Ich weiß, dass selbstverständlich auch sehr viele gerne wissen möchten, wie es denn aber um den Hintergrund bestellt ist, also unsere Einkaufsseite... daraus möchte ich ebenfalls kein Geheimnis machen:
wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr viel Engagement einsetze, um auch im Einkaufsprozess so viel Verpackungsmüll zu sparen wie möglich.
Es gelingt bisher aber nicht, alles vollständig plastikfrei zu bekommen. Im Zeitraum von der Eröffnung bis Ende des Jahres haben wir genau einen gelben Sack voll Plastikmüll gesammelt - auch wenn ich mir wünsche, selbst das noch vermeiden zu können, bin ich trotzdem stolz, es als Handelsbetrieb immerhin soweit geschafft zu haben!

Mal schauen, was wir 2017 bewirken können!!!